Ich mag meine Kommata so, wie sie sind :D
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Wiederaufnahme...eventuell
Zuweilen überkommt Unsereins, d.h. die intellektuell Kleinwüchsigen der Gesellschaft, der Drang, Gedanken in Worte, in Sätze, in Texte zu fassen. Nicht in Texte, die man zu hause unter der Matratze versteckt, damit Niemand diese Schandflecken der eigenen Existenz findet. Da gäbe es noch zu viel Risiko. Viel besser versteckt sind die Texte auf einem Blog, denn: Keiner liest deinen Blog. So kommt es, dass Ich nun nach einiger inaktiver Zeit, meine Finger in die Hand nehme und wieder zu schreiben beginne. Wie lange dies andauern wird? Vermutlich nicht lange. Es gibt allerdings doch den winzigen Hauch einer Chance, dass Ich mit diesem Blog regelmäßig Niemanden erreiche. Man darf gespannt sein.
Dienstag, 11. Dezember 2012
Das Missverständnis YOLO
Inzwischen hört man es überall. YOLO, als Rechtfertigung für Alkohol-Exzesse, Drogen-Missbrauch, oder auch einfach nur für Leichtsinn. YOLO kommt aus den USA, und ist ein Akronym für "You only live once", was übersetzt "Man lebt nur einmal" bedeutet. Somit könnte man YOLO wahrscheinlich auch als das neue "Carpe diem", das übersetzt "Nutze den Tag!" bedeutet, bezeichnen, da beide gleich interpretiert werden können. Interpretation ist ein wichtiges Stichwort, wenn man von YOLO spricht. Normalerweise ist YOLO, wie oben erwähnt, eine Rechtfertigung. Die Interpretation, dass man sich hemmungslos Alkohol, etc. hingeben soll erweist sich aber als falsch.
Man könnte sagen, dass ja laut der Bedeutung von YOLO jeder Mensch nur ein Leben hat und deshalb das Leben, oder zumindest ein Teil davon, genutzt werden sollte, um das eine Leben für jeden 'nutzbar' zu machen, denn: Man hat ja nur ein Leben. Dies gilt zwar nur für Leute, die sich auch um die Gesellschaft, beziehungsweise um ihre Mitmenschen kümmern, aber wer würde das denn nicht von sich behaupten? 'Das Leben nutzbar zu machen' heißt dann zum Beispiel, dass man sich gut in die Gesellschaft integriert und hart arbeitet, um eben eine gut funktionierende Gesellschaft zu ermöglichen, in der jeder sein Leben nutzen kann. So betrachtet erscheint es ein wenig ironisch, dass YOLO aus den USA kommt, wo es ja im Vergleich zu anderen Ländern weniger um die Gemeinschaft , sondern viel mehr um das Individuum geht. Also könnte man YOLO vielleicht als einen Wunsch der amerikanischen Jugend nach weniger Kapitalismus in den USA deuten.
Meistens bedeutet YOLO, dass man den größten möglichen Nutzen aus dem Leben ziehen soll. Hier stellt sich die Frage, wie man Nutzen misst. Die wohl am weitesten verbreitete Meinung ist wohl, dass das den meisten Nutzen hat, was den meisten Menschen, beziehungsweise den meisten Lebewesen nützt. Auch hier könnte man wieder sagen, dass die mit YOLO gerechtfertigten Eskapaden eher kontraproduktiv sind. Jemand, der Nutzen, anhand des Nutzens für sich selbst misst wird feststellen, dass auch hier alles was man normalerweise mit YOLO rechtfertigt nicht nützlich für ihn ist. Das sieht man gut am Beispiel Alkohol. Alkohol ist erwiesenermaßen schädlich für Körper und Geist. Abgesehen davon bemerkt ein Alkohol-Konsument auch selbst, dass ihm Alkohol nicht gut tut, zum Beispiel wenn er anschließend kaum Schlaf findet und am nächsten morgen mit einem Kater aufwacht. Hinzu kommen die Dummheiten, die man häufig unter Alkoholeinfluss begeht. Wenn man hingegen auf eine gute, hochbezahlte Anstellung hinarbeitet, wird einem das höchstwahrscheinlich für den Rest seines Lebens nützlich sein. Wer einen Nutzen aus körperlichen Verfall und Asozialität zieht, der kann mit reinem Gewissen seine Handlungen mit YOLO rechtfertigen. Jeder andere denkt nicht nach, was er da eigentlich sagt.
Ich verzichte hier auf eine Fortführung meiner Argumentation, da Ich denke, dass der Sinn inzwischen verständlich geworden sein sollte und Ich mich größtenteils nur noch wiederholen würde. Ich freue mich, wenn jemand meinen Artikel als kleinen Denkanstoß sieht und selbst über die Bedeutung von YOLO und Ähnlichem nachdenkt, oder versucht das Ganze auf sein eigenes Leben zu übertragen. Kommentare sind erwünscht :)
Man könnte sagen, dass ja laut der Bedeutung von YOLO jeder Mensch nur ein Leben hat und deshalb das Leben, oder zumindest ein Teil davon, genutzt werden sollte, um das eine Leben für jeden 'nutzbar' zu machen, denn: Man hat ja nur ein Leben. Dies gilt zwar nur für Leute, die sich auch um die Gesellschaft, beziehungsweise um ihre Mitmenschen kümmern, aber wer würde das denn nicht von sich behaupten? 'Das Leben nutzbar zu machen' heißt dann zum Beispiel, dass man sich gut in die Gesellschaft integriert und hart arbeitet, um eben eine gut funktionierende Gesellschaft zu ermöglichen, in der jeder sein Leben nutzen kann. So betrachtet erscheint es ein wenig ironisch, dass YOLO aus den USA kommt, wo es ja im Vergleich zu anderen Ländern weniger um die Gemeinschaft , sondern viel mehr um das Individuum geht. Also könnte man YOLO vielleicht als einen Wunsch der amerikanischen Jugend nach weniger Kapitalismus in den USA deuten.
Meistens bedeutet YOLO, dass man den größten möglichen Nutzen aus dem Leben ziehen soll. Hier stellt sich die Frage, wie man Nutzen misst. Die wohl am weitesten verbreitete Meinung ist wohl, dass das den meisten Nutzen hat, was den meisten Menschen, beziehungsweise den meisten Lebewesen nützt. Auch hier könnte man wieder sagen, dass die mit YOLO gerechtfertigten Eskapaden eher kontraproduktiv sind. Jemand, der Nutzen, anhand des Nutzens für sich selbst misst wird feststellen, dass auch hier alles was man normalerweise mit YOLO rechtfertigt nicht nützlich für ihn ist. Das sieht man gut am Beispiel Alkohol. Alkohol ist erwiesenermaßen schädlich für Körper und Geist. Abgesehen davon bemerkt ein Alkohol-Konsument auch selbst, dass ihm Alkohol nicht gut tut, zum Beispiel wenn er anschließend kaum Schlaf findet und am nächsten morgen mit einem Kater aufwacht. Hinzu kommen die Dummheiten, die man häufig unter Alkoholeinfluss begeht. Wenn man hingegen auf eine gute, hochbezahlte Anstellung hinarbeitet, wird einem das höchstwahrscheinlich für den Rest seines Lebens nützlich sein. Wer einen Nutzen aus körperlichen Verfall und Asozialität zieht, der kann mit reinem Gewissen seine Handlungen mit YOLO rechtfertigen. Jeder andere denkt nicht nach, was er da eigentlich sagt.
Ich verzichte hier auf eine Fortführung meiner Argumentation, da Ich denke, dass der Sinn inzwischen verständlich geworden sein sollte und Ich mich größtenteils nur noch wiederholen würde. Ich freue mich, wenn jemand meinen Artikel als kleinen Denkanstoß sieht und selbst über die Bedeutung von YOLO und Ähnlichem nachdenkt, oder versucht das Ganze auf sein eigenes Leben zu übertragen. Kommentare sind erwünscht :)
Samstag, 8. Dezember 2012
Das Design-Drama
Fast alle Leute, die im Internet surfen sind schon einmal über bekannte Seiten, wie YouTube, Facebook, Google, etc. gestolpert. Die meisten davon sind auch bei diesen Seiten registriert, oder nutzen sie regelmäßig. So weit, so gut, aber manchmal, wenn die Sonne hinter schwarzen Wolken verschwindet, sich das Lächeln von unseren Mündern losreißt und die Luft vor stiller Spannung zu knistern scheint, dann ändert eine dieser Seiten ihr altbewährtes Layout. Was dann folgt gleicht dem jüngsten Tag. Die Flüsse, in denen eben noch klares Wasser, Elixier des Lebens, floss sind mit heißem Blut gefüllt. Es fällt Feuer vom Himmel und richtet Chaos an, wo es aufschlägt. Das Elend ist allgegenwärtig. Wo eben noch nichts war, leerer, kahler, weißer Platz, da befindet sich jetzt der Chat. Vorbei sind die glücklichen Zeiten in denen chatten noch umständlich und unbequem war. Und jetzt, nachdem wir uns auch noch mit einer Liste der neuesten Aktivitäten von Freunden abgefunden haben, schlägt das Schicksal wieder zu. Erbarmungslos drischt die kalte Faust der Modernisierung auf unsere wehrlosen Körper ein. Diesmal jedoch ist es nicht Facebook, sondern YouTube, das erst vor kurzem ein schrecklicher Quell des Unglücks war. Ungern denken wir zurück an 'Cosmic Panda', doch auch das hielten wir unter schlimmsten Qualen aus. Jetzt allerdings scheint es, als könne es nicht mehr schlimmer kommen. Titel haben sich verschoben. Und nicht nur die Titel haben sich verschoben. Nein, die ganze elende Seite scheint sich verschoben zu haben! Nichts ist mehr da wo es mal war und nichts ist mehr so wie es mal war. Schlicht ist ein treffendes Adjektiv, aber übersichtlich nicht. Sämtliche Elemente der Seite scheinen wahllos übereinander geworfen worden zu sein, wie Holzscheite auf einem Scheiterhaufen. Und obenauf sieht man, abgemagert und klein, die Ordnung, die an einen Pfahl in der Mitte festgebunden ist mit den Stricken der virtuellen Anarchie, während sie beunruhigt die züngelnden Flammen des Fortschritts betrachtet auf deren Weg zu ihr. Wer versteht die Google-Mitarbeiter, die es wagen ihrer Arbeit nachzugehen? Wie konnten sie nur? Fassungslos betrachten wir das was noch übrig ist von unserer Zivilisation und die Tränen steigen uns in die Augen. Wir wollen es, aber können den Blick doch nicht abwenden. Zu schrecklich und gleichzeitig so unglaublich sind die Bilder, die sich uns bieten. Eines Tages wird wieder Ruhe einkehren. Wir werden uns abfinden müssen mit der Welt, ganz egal wie sie ist. Und dann, eines kalten, dunklen Tages, wird es wieder passieren.